Die Entstehung der Greifensteine
Das Greifensteingebiet ist ein flachwelliges, durchschnittlich 700 Meter hohes Plateau, welches sich zwischen den Orten Jahnsbach, Ehrenfriedersdorf und Geyer im mittleren Erzgebirge befindet. Das Erzgebirge ist ein Bruchschollengebirge, welches als Teil des mitteleuropäischen varistischen Gebirges im Oberkarbon herausgefaltet wurde. Dieses ehemalige Faltengebirge wurde im Perm und Erdmittelalter bis auf eine Restscholle abgetragen. Im Tertiär wurde eine durch die Bruchlinie zum Egergraben abgegrenzte Scholle als Bruchschollengebirge herausgehoben und von Südwest nach Nordost als Pultscholle geformt. Während der Faltung und Verschiebung der Erdschichten entstanden Risse und Spalten in der Erdkruste, die sich im Tertiär mit Magma füllten. Kurz oberhalb der Erdoberfläche erstarrte der Magmafluss und bildete somit den Granitstock des Greifensteins. Durch die anschließende Hebung wurden die Granitstöcke des Greifensteins freigelegt. Im Verlauf der erdgeschichtlichen Entwicklung wurden die Granitstöcke durch die physikalische, chemische und biologische Verwitterung stark verändert und zum Teil auch zerstört. Durch äußere Einflüsse wie Wasser, Frost und Wind sind die matratzenähnlichen Formen entstanden, die heute die Greifensteine bilden.








