Greifensteine historisch

Historisches rund um die Greifensteine

Die Geschichte der Greifensteine ist lang, begann irgendwann im 18. Jahrhundert, nämlich mit der Entstehung des ersten Felsen. Genaue Angaben zur Bildung des ersten Granitsteins sind nicht bekannt, jedoch aber, dass eben dieser erste Greifenstein noch vor dem 19. Jahrhundert entstanden sein muss, nämlich zu einer Zeit als flüssiges Magma an die Erdoberfläche drang und dort zu Granitstöcken erhärtete.

Im Laufe der Zeit bildeten sich auf diese Weise insgesamt 13 Greifensteine, die für die gesamte Erzgebirgsregion damals von besonderem Wert waren. Im Prinzip prägen die Felsen die gesamte Historie des Gebirges, angefangen beim wirtschaftlichen Nutzen der Steine bis hin zur heutigen Touristenattraktion.

Bis vor rund 200 Jahren befanden sich am Standort der Greifensteine noch alle 13 Felsen, heute erinnern nur noch die sieben verbliebenen Steine an diese einst riesige Formation. Im 19. Jahrhundert, als der Bergbau im Erzgebirge Hochkonjunktur feiert, fielen sieben der Greifensteine den Steinbrechern zum Opfer. Der wertvolle Granitstein wurde Schlag für Schlag abgetragen, bildete die Basis zur Herstellung von Werkzeugen und Trögen für die Viehzucht und die Landwirtschaft. Übrig blieb nur ein großer Steinbruch inmitten der heute noch erhaltenen Greifensteine.

Vom Steinbruch zur Tribüne

Während die Greifensteine bis vor 200 Jahren im Prinzip Nutzfelsen waren, wurde mit Einstellung der Steinbrucharbeiten zeitgleich ein weiterer Wirtschaftsfaktor gefunden, nämlich der Tourismus. Die Greifensteine hatten sich unlängst zu einem Besuchermagnet entwickelt, waren weit über die Grenzen des Erzgebirges hinaus bekannt. Unter anderem vermutete man an dieser Stelle die Burg Greifenstein und auch die Höhle des Stülpner Karls.

Sämtliche Mythen und Legenden machten sich die umliegenden Gemeinden zu Nutze um die Greifensteine touristisch noch attraktiver zu machen. Der einstige Steinbruch wurde binnen kürzester Zeit aufgehoben, es entstand eine damals einzigartige Naturbühne im Herzen der Felsformation.

Die Beschaffenheit der verbliebenen Greifensteine bot sich für die Integration einer Besuchertribüne nahezu an, in der Mitte entstand eine Freifläche, die alsbald für Aufführungen des Annaberger Stadttheaters genutzt wurde. Die Greifensteine wurden von eher unscheinbaren, ausschließlich für den Bergbau genutzten Felsen zur florierenden Naturbühne. Im Laufe der Jahrzehnte verlängerten sich die Spielzeiten stetig, bis die Bühne schließlich während des gesamten Sommers für Aufführungen genutzt wurde.

Nun sind die Greifensteine Bestandteil des weitläufigen Landschaftschutzgebietes, das Abtragen des Granits ist verboten und die Felsen bleiben künftig erhalten.

Die Greifensteine heute

Heute sind die Greifensteine und der umliegende Wald mitsamt des Stauweihers das Aushängeschild des Erzgebirges. In den Frühjahr- und Sommermonaten ziehen sie tausende Urlauber und Besucher an, die spannende Filme im mittlerweile bestehenden Open-Air-Kino genießen, Sommerfestivals auf der Naturbühne besuchen, Kletterkurse belegen oder eben einfach nur die herrliche Natur erkunden wollen.

Die gesamte Umgebung der Greifensteine wird rund um das Jahr bewirtschaftet und in Stand gehalten, das touristische Angebot regelmäßig erweitert. So befindet sich im Wald neben den Felsen heute beispielsweise ein Hochseil-Klettergarten, es wurden befestigte Wanderrouten angelegt und mehrere kleine Mineralsteinwerkstätten für Besucher eröffnet.

Das Erlebnis Greifensteine beschränkt sich also schon längst nicht mehr auf das bloße Besichtigen der Felsen, vielmehr bietet die gesamte Region ausreichend Abenteuer und Abwechslung für einen ganzen Urlaub im Herzen des schönen Erzgebirges.

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