Erzgebirgische Spezialitäten

Erzgebirgische Spezialitäten bieten für jeden Gaumen das Richtige

Ähnlich wie der typische Gebirgsdialekt im sächsischen Erzgebirge ist auch die hiesige Küche, nämlich einfallsreich und unverwechselbar. Erzgebirgische Spezialitäten sind in ganz Ostdeutschland bekannt und beliebt, vor allem auch wegen der natürlichen Zubereitungsweise. Frische Zutaten sind hier Bestandteil einer jeden Mahlzeit. Kein Wunder, wenn man bedenkt, dass das Erzgebirge noch stark von der Landwirtschaft geprägt ist.

Typisch erzgebirgische Spezialitäten sind nebenbei auch ein tolles Urlaubssouvenir, weswegen man mittlerweile allerlei Köstlichkeiten zum Verschenken findet. In hübsch angerichteten Präsentkörben finden sich dann Leckereien wie die würzigen Gebirgsknacker, die legendären Adventswürstchen, die knusprigen Drebacher Traditionsbrötchen und – als Verdauer oder Schlaftrunk – der beliebte Vogelbeerschnaps. Aber Vorsicht, die Gebirgler sind hervorragende Schnapsbrenner und der gute Tropfen steigt durchaus zu Kopfe.

Typische Gerichte und saisonale Speisen – Von Christstollen und Neunerlei

Das Erzgebirge ist eine traditionsreiche Gegend und das spiegelt sich auch in der Küche wieder. Selbstverständlich findet hier kein Weihnachtsfest ohne den legendären Christstollen und das leckere Neunerlei statt. Silvester geht erst nach dem traditionellen Karpfen über die Bühne und ohne ein frisches Stück Stollen gibt es keinen ersten Advent.

Doch was hat es mit diesen uralten Traditionen eigentlich auf sich? Allesamt haben ihren Sinn, für den einen mag es ein wenig spirituell klingen, aber die altbäuerlichen Gebirgler schwören auf ihre Bräuche.

So ist der Christstollen zum Beispiel das Sinnbild für das in Tücher gewickelte Christkind, dieser Metapher verdankt der Stollen seine Form. Der blaue Karpfen zum Jahreswechsel steht für Reichtum. Nach dem Abendmahl sticht sich jedes Familienmitglied eine Schuppe des Karpfens ab und bewahrt sie im Laufe des Jahres in der Geldbörse – dieser alte Brauch soll das Portemonnaie immer mit dem nötigen Kleingeld füllen.

Deutlich umfangreicher verhält es sich hingegen mit dem weihnachtlichen Neunerlei. In jeder Familie kommen hier neun verschiedene Speisen auf den Tisch, regionale und innerfamiliäre Abweichung sind die Regel. Meist besteht das Neunerlei aus grünen Klößen, die Geldscheine symbolisieren, sowie dicken Linsen für Kleingeld, Sauerkraut für eine gute Ernte, Semmelmilch für Wachstum und Schönheit, Brot und Salz, damit es dem Hause nie ausgeht, Sellerie für Potenz und Fruchtbarkeit, Rote Beete für Attraktivität, Bier für Kraft und die traditionellen Weihnachtsbratwürste für eine gute Viehzucht. Regional kommen noch Köstlichkeiten wie Nudeln oder Suppen dazu. Nach dem Abendmahl werden die Tischkerze, das Brot und das Salz ins Tischtuch gewickelt und bis zum nächsten Morgen auf dem Tisch belassen – das soll fürs kommende Jahr Ordnung ins Haus bringen.

Weitere erzgebirgische Köstlichkeiten

Natürlich gibt es neben den traditionsreichen Leckereien auch weitere erzgebirgische Spezialitäten, besonders erwähnenswert sind hier Griene Kließ und Schwammebrieh, also Klöße mit frischer Pilzsauce, oder auch die bundesweit beliebten Buttermilch- und Heidelbeergetzen.

Hosnbrotn mit Rotkraut und Spackkließ ist ein klassisches Sonntagsessen und wer Hase mit Speckklößen nicht mag, findet vielleicht Geschmack an der typischen Grießklößchensuppe. Der absolute Klassiker sind jedoch die sehr leckeren böhmischen Knödel mit feinstem Wildgulasch.

Typische erzgebirgische Spezialitäten sind aber nicht immer nur herzhaft, so dass zum Dessert oft der Rährnkuchn, eine Art Sandkuchen, oder auch Quarkkäulchen auf den Tisch kommen. Die typisch “Arzgebirgsche Kich” ist also vielfältig und bedient ganz sicher jeden Geschmack.

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